Was ist eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr (wirksam) selbst erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht meist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen.

Konkret beinhaltet eine Patientenverfügung somit in der Regel individuelle Wünsche, Wertvorstellungen und vor allem Bestimmungen zu Behandlungsmaßnahmen.Diese können – in der Regel für konkrete medizinische Situationen –eingefordert, eingeschränkt oder auch völlig abgelehnt werden.

Nach der seit September 2009 geltenden Rechtslage muss die Patientenverfügung in Schriftform verfasst sein. Mündlich erklärte Patientenverfügungen, die nach dem bis zum 31. August 2009 geltenden Recht mangels besonderer Regeln zulässig waren, haben ihre Gültigkeit verloren. Kann der Verfasser der Patientenverfügung keine nachvollziehbare Unterschrift mehr leisten, muss ein Notar das Handzeichen beglaubigen. Der Widerruf einer Patientenverfügung kann jederzeit formlos (also auch mündlich) erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

http://www.bmj.de/patientenverfuegung.html

 

Die Beratung zur Gestaltung von Patientenverfügungen stellt grundsätzlich eine Rechtsdienstleistung nach § 2 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) dar. Wir stellen aus diesem Grund ausdrücklich klar, dass die hier genannten Informationen lediglich weitergehende Beratungsmöglichkeiten aufzeigen wollen; es handelt sich jedenfalls um keine rechtliche Prüfung des Einzelfalls.

 

nach oben