Abschiednahme

Abschiedhalle
Abschiedsraum

„Eine originelle und persönliche Abschiedsfeier ist nicht nur ein Zeichen der Liebe gegenüber dem Verstorbenen. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Trauerbewältigung.“
Jost H. Kähler

Seit jeher ist der Umgang mit Tod und Trauer ein zentrales Element der menschlichen Kultur. Form und Ausprägung sind und waren einerseits stets räumlich bedingt, andererseits dem Wandel der Zeit und den damit einhergehenden Moden unterworfen. Ließen sich ägyptische Pharaonen früher noch Pyramiden bauen und römische Kaiser sich Mausoleen errichten, so lässt sich die Asche von Verstorbenen heute als Diamant verewigen oder per Rakete ins Weltall befördern, sofern man denn Interesse daran hat und über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt.

Auch die Abschiednahme selbst ist einmal mehr vom Wandel ergriffen. So ist beispielsweise der Wunsch nach einer zeitgemäßeren Sprache bei christlichen Begräbnisritualen schon fast Standard. Jedoch werden die individuellen Wünsche nicht nur zahlreicher, sie werden auch zusehends ausgefallener und skurriler.

Von den eingangs genannten, extremen Variationen individueller Trauerfeiern kann jeder halten, was er will. Selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten handelt es sich hierbei noch um ein Novum. Jedoch gilt dort wie bei uns:

Die Form des Abschieds prägt die Erinnerung.